Konzert: Die toten Crackhuren im Kofferraum (The T.C.H.I.K.) - live!

- jung, rotzig und draufgängerisch: die Berliner Pop-Punk/Electroclash-Band sollte man nicht verpassen!

VVK 10,- zzgl VVK-Geb.: Neues Schauspiel, Campusservice (Campus Augustusplatz)
oder online-Tickets zu 11,70 €: bei eventim

Die Toten Crackhuren im Kofferraum (abgekürzt The T.C.H.I.K. oder T.C.I.K.) brachten September 2010 ihr erstes Album mit dem vollmundigen Namen „Jung, talentlos & gecasted“ heraus – ein Titel wie ein Korkenknall. Vielleicht sogar eine unbewusste Referenz an die Comet-Kategorie „Jung, deutsch und auf dem Weg nach oben“, deren zugehörigen Preis die BAföG-Band Tocotronic im Jahr 1996 auf sagenhafte Weise ablehnte. The T.C.H.I.K. hätten den Preis vermutlich angenommen, um ein wuchtiges Wurfgeschoss für Prügeleien mit Nazis parat zu haben.

The T.C.H.I.K. sind ja ohnehin ein bisschen anders drauf als jede andere Band, die verflucht ist, jung und in diesem Land geboren zu sein und zum Erfolg gepeitscht zu werden.
The T.C.H.I.K. brauchen kein androgynes Verwirrspiel, keine Iro-Mützen, die größer sind als sie selbst, keine Tattoos bis zum Hals, keine Pyramiden auf dem Kopf und noch nicht mal die romantisch säuselnde Verklärung der Jugend, um zu einer Identität zu finden.

Möglicherweise ist The T.C.H.I.K. die erste Mädchenband in diesem Land seit zwanzig Jahren, die dir nichts vom Pferd erzählen will. Nein, diese Mädchenband erzählt dir natürlich etwas von ihrem Pony. Gleich die erste Single ein Megaerfolg, ohne große Promo, einfach so, weil es ein geiles Lied ist. Zahlreiche weitere Singles werden folgen, das ganze Album ist vollgestopft mit Singles. Allesamt aufs Wesentliche reduziert (Kick, Snare und Konzeptdilettantismus) und zu Dokumenten eines Östrogen-schäumenden Hedonismus geformt, die sich in den passenden Momenten ihrer immanenten Dialektik aufs drastischste bewusst werden. „Spaß muss sein“ vs. „Ich hab keinen Spaß“. Das ist anti-NDW, anti-Punk, pro-anti-Punk, Neo-Punk revisited, anti-anti und pro-süße-Boyz gleichzeitig. Wer hier nur unreflektiert runtergerotzte Tagebuchpoesie vermutet, der hat zwar Recht, aber dafür ist immerhin alles selbst geschrieben.

"Kunstblut aus Wasserpistolen, Kissenschlacht und derbe Sprüche: Die Konzerte der Berliner Anarcho-Combo mutieren stets zu ausgelassenen Feierorgien. Die volle Packung Elektro-Trash" (Arte TV)

Weitere Infos: http://www.thetchik.de/

Einlass: ab 21.30
Beginn: ab 22.30

VVK: 10,- zzgl. VVK-Geb. im Neuen Schauspiel, Campusservice (Campus Augustusplatz)

Online-Tickets zu 11,70 € (inkl. VVK-Geb.): bei eventim

Die toten Crackhuren im Kofferraum werden präsentiert von www.vision-lane.de